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26.03.14

Biokunststoffe - mit Wachstumspotenzial in die Tonne und auf den Acker

Klimawandel, Ressourcenknappheit und zunehmende Umweltverschmutzung: Die Öko-Bilanz der Erde liest sich nicht gut. Das weiß auch die Wirtschaft und versucht, darauf zu reagieren. Die Kunststoffindustrie etwa setzt zunehmend auf umweltverträglichere Produkte. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff „Biokunststoff“? Wie schneiden Biokunststoffe in Herstellung und Gesamtbilanz im Vergleich zu konventionellen Produkten ab? Und: Wie kommt die „grüne Alternative“ bei Verbrauchern und der Abfallwirtschaft an?

 

„Ab in die Tonne – Halten Biokunststoffe ihr grünes Versprechen?“ – unter diesem Titel fand am 26. Februar bei der F.A.Z. in Berlin der erste "FTJ Executive Talk" in diesem Jahr statt. Veranstaltungspate war der "Verbund kompostierbare Produkte e.V.". Etwa ein Dutzend Journalisten (u.a. von dpa, Welt, Tagesspiegel und Umweltbriefe) diskutierten unter anderem mit Dr. Michael Kern, Witzenhausen-Institut  für Abfall, Umwelt und Energie, Dr. Helge Wendenburg, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Aloys Oechtering, Bundesgütegemeinschaft Kompost, Dr. Jens Hamprecht, Verbund kompostierbare Produkte, und Dr. Hubert Seier, Verband kommunaler Unternehmen.

Im Ergebnis zeichnete die Runde ein ebenso komplexes wie differenziertes Bild: Zum einen wurde klar, dass in den deutschen Haushalten erst ein Bruchteil der dort entstehenden Speise- und Bioabfälle überhaupt gesammelt und der kommunalen (industriellen) Kompostierung zugeführt werden. Um bei den Bürgern eine Verhaltensänderung zu erreichen und die Sammelquote zu erhöhen - darin waren sich alle einig - bedürfe es dringend massiver Kommunikations- und Marktingmaßnahmen. Zum anderen stellte sich auch heraus, dass Abfallbeutel aus Biokunststoff nicht das Allheilmittel für alle Öko-Abfallprobleme seien: Mancher Betreiber von Kompostierungsanlagen beklagt die nicht vollständige Zersetzung der Tüten in der geforderten Zeit. Hinzu kommt, dass die Öko-Folien aus Biokunststoff deutlich teurer sind als die klassisch fossil produzierten Varianten. Die chemische Industrie sieht gleichwohl hohes Wachstumspotenzial beim Biokunststoff und will die Marktdurchdringung und -etablierung durch entsprechende Investitionen in Produktionsanlagen beschleunigen.

Christian Preiser, Forum Technikjournalismus, und Georg Küffner, F.A.Z., moderierten das Gespräch.

Das Programm können Sie hier einsehen. Zu den Potenzialen, Chancen und Grenzen von Bio-Kunststoffen und der Frage ihrer Kompostierbarkeit hat das FTJ ein "Q&A-Dossier" erstellt, das Sie hier herunterladen können.


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